Glossar Lean Management und Supply Chain Management

Damit wir uns verstehen: Kurzdefinitionen von relevanten Begriffen aus der Welt der kontinuierlichen Verbesserung und des Supply Chain Managements

Glossar

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K

Kaikaku

jap. für „Reform“

Kaikaku bezeichnet die radikale Verbesserung eines Arbeitsgangs oder Geschäftsprozesses.

Kaizen

jap. für „Änderung“ (Kai) und „gut“ (Zen)

Kaizen steht allgemein für kontinuierliche Verbesserung (> KVP).

Kanban

jap. für „Schild, Aushängeschild, Bestellbrett, Bestellkarte“

Die Materialnachschubsteuerung kann mithilfe von Karten (Kanbans) verbrauchsorientiert entsprechend dem > Pull-Prinzip organisiert werden. Ein Kanban dient als Träger der Information und signalisiert gemäss dem Motto „Ist was weg, muss was hin!“, wann der kritische Materialbestand erreicht ist und neues Material geliefert werden muss. Die Kanban- Karte ersetzt den traditionellen Produktions- oder Transportauftrag. Das Kanban-System garantiert einen reibungslosen Arbeitsprozess ohne zu hohen Lagerbestand. Das Kanban-Prinzip ist in allen Unternehmensbereichen, von der Administration bis zur Fertigung, einsetzbar.

Kata

jap. für „Routine“ bzw. den „Weg zu denken und zu handeln“

Der Begriff Kata stammt aus dem japanischen Kampfsport und steht für eine Art der Trockenübung. Durch die standardisierte Form und vordefinierte Sequenz der Bewegung wird der Ablauf im Kampf geübt. Der Kämpfer ist in einem realen Kampf dadurch in der Lage, instinktiv die entsprechenden Bewegungsabläufe abzurufen. In die Lean Welt wurde dieser Begriff von Mike Rother eingeführt. Hier ist damit gemeint, dass sowohl die Kundenzufriedenheit als auch die persönliche Entwicklung durch zwei Elemente – Verbesserungs-Routine und Mentoring-Routine – optimiert werden. Der Ablauf der Verbesserungs-Routine (Kata) besteht aus vier Schritten:

1. Richtung verstehen

2. Ist-Zustand erfassen

3. Ziel-Zustand festlegen

4. PDCA-Experimente durchführen (> PDCA-Zyklus)

KPI (Key Performance Indicator)

engl. für „Leistungskennzahl“

Die „Leistungskennzahl“ bezeichnet eine Kennzahl, anhand derer der Fortschritt oder Erfüllungsgrad hinsichtlich wichtiger Zielsetzungen oder kritischer Erfolgsfaktoren innerhalb einer Organisation gemessen werden kann.

Kundentakt

Der Kundentakt ist die Grundlage für den gleichmässigen Produktionsrhythmus; die Zykluszeiten sämtlicher Produktionsschritte in der Fertigung werden am Kundentakt ausgerichtet. Zur Berechnung des Kundentakts wird die verfügbare Nettoarbeitszeit durch den Kundenbedarf in der jeweiligen Zeit dividiert.

KVP | Kontinuierlicher Verbesserungsprozess

Eine kontinuierliche Verbesserung im Unternehmen kann auf unterschiedlichen Ebenen erfolgen und bedarf daher verschiedener Plattformen.

Wir unterscheiden hierbei:
den Mitarbeiter-KVP für die kleinen, alltäglichen Probleme und Ideen,
das 12-Wochen-Projekt für „mittelgrosse“ (in maximal 12 Wochen realisierbare) Verbesserungen, die in einem oder mehreren Workshops erarbeitet und realisiert werden,
Grossprojekte für „grosse“ Veränderungen im Unternehmen, die mehr als 6 Monate in Anspruch nehmen und ein entsprechendes Kosten-, Termin- und Ressourcenmanagement benötigen.