Glossar Lean Management und Supply Chain Management

Damit wir uns verstehen: Kurzdefinitionen von relevanten Begriffen aus der Welt der kontinuierlichen Verbesserung und des Supply Chain Managements

Glossar

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S

Schrittmacher

Der Prozess innerhalb eines Wertstroms, dessen Taktzeit den geringsten Abstand zum > Kundentakt besitzt, gibt den Rhythmus („Schritt“) in einer Prozesskette vor.

Senke

Die Senke ist der Verwendungsort von Materialien. Das Gegenteil ist die > Quelle.

Sensei

jap. für „Meister“ oder „Lehrer“

Ein Sensei ist ein Experte in schlanker Produktion. Er gibt sein Wissen als > Mentor weiter.

SFM | Shopfloor Management

Das Shopfloor Management unterstützt das konsequente Entwickeln der Prozesse und Abläufe am Ort des Geschehens. Durch die Präsenz der Führungskräfte in den Produktionsbereichen und deren Fokussierung auf Abweichungen vom Standard werden Entscheidungen dramatisch beschleunigt und Lösungen direkt umgesetzt.

Die Aufgaben für die Führungskraft sind im Shopfloor Management klar definiert und erfordern besondere Verhaltensweisen. Unterstützung erfährt die Führungskraft durch den Einsatz spezifischer Instrumente.

Die fünf Führungsaufgaben im Shopfloor Management bewältigt die Führungskraft vor Ort:
1. Regelkommunikationen durchführen
2. Prozesse bestätigen
3. Mitarbeiter befähigen
4. Die kontinuierliche Verbesserung der Prozesse vorantreiben
5. Probleme strukturiert lösen

Im SFM legt die Führungskraft ein Verhalten an den Tag, das die Mitarbeiter in ihrer Kompetenz fördert, Probleme zu lösen und Verbesserungen zu initiieren. Zum Beispiel fasst die Führungskraft sich kurz, macht nur verbindliche Zusagen, gibt und holt sich selbst Feedback, verschafft sich ein eigenes Bild der Situation, lässt in Lernsituationen Fehler zu, unterlässt Schuldzuweisungen und wendet Fragetechniken an. SFM-Instrumente unterstützen die Wirksamkeit der Führungskraft: z. B. Produktionstagebuch, Kennzahlencharts, Problemlösungsblatt, T-Card-Board.

Shopfloor Management

Das Shop Floor Management (SFM) unterstützt das konsequente Entwickeln ...

Die fünf Führungsaufgaben im Shopfloor Management bewältigt die Führungskraft vor Ort:

  1. Regelkommunikation durchführen
  2. Prozesse bestätigen
  3. Mitarbeiter befähigen
  4. Die kontinuierliche Verbesserung der Prozesse vorantreiben
  5. Probleme strukturiert lösen
SIPOC

Supplier (Lieferant) – Inputs (Einsatzfaktoren) – Process (Prozess) – Output (Ergebnisse) – Customer (Kunde)

SIPOC ist ein Werkzeug von > Six Sigma zum Erfassen eines Gesamtprozesses zu Beginn einer Verbesserungsmassnahme oder eines Verbesserungsprojekts. SIPOC kann zur klaren Abgrenzung von Prozessen in Prozessketten genutzt werden. Ein SIPOC-Diagramm visualisiert die Momentaufnahme eines Prozesses.

Six Sigma

Six Sigma (6 σ) ist ein Managementsystem zur Prozessverbesserung, statistisches Qualitätsziel und zugleich eine Methode des Qualitätsmanagements. Kernelement ist die Beschreibung, Messung, Analyse, Verbesserung und Überwachung von Geschäftsvorgängen mit statistischen Mitteln. In aller Regel kommt es bei jedem Qualitätsmerkmal zu unerwünschter Streuung in den Prozessergebnissen. Im Rahmen einer sogenannten Prozessfähigkeitsuntersuchung werden solche Abweichungen vom Idealzustand in Beziehung zum Toleranzbereich des betreffenden Merkmals gesetzt. Dabei spielt die Standardabweichung des Merkmals (Buchstabe: σ; gesprochen: Sigma) eine wesentliche Rolle. Sie misst die Streubreite des Merkmals, also wie stark die Merkmalswerte voneinander abweichen. Je grösser die Standardabweichung im Vergleich zur Breite des Toleranzbereichs ist, desto wahrscheinlicher ist eine Überschreitung der Toleranzgrenzen. Ebenso gilt: Je weiter sich der Mittelwert vom Zentrum des Toleranzbereichs entfernt (je näher er an eine der Toleranzgrenzen heranrückt), desto grösser ist der Überschreitungsanteil. Deswegen ist es sinnvoll, den Abstand zwischen dem Mittelwert und der nächstgelegenen Toleranzgrenze in Standardabweichungen zu messen. Dieser wie nie überschritten werden. Der Abstand, geteilt durch 3 σ, ist der Prozessfähigkeitsindex Cpk; es gilt Cpk = 1, wenn der Mittelwert 3 σ von der nächstgelegenen Toleranzgrenze entfernt ist. Der Name „Six Sigma“ kommt von der bei Six Sigma erhobenen Forderung, dass die nächstgelegene Toleranzgrenze mindestens sechs Standardabweichungen (6 σ, „Six Sigma“) vom Mittelwert entfernt liegen soll. Wenn diese Forderung erfüllt ist, kann man davon ausgehen, dass praktisch eine „Null-Fehler- Produktion“ erzielt wird und die Toleranzgrenzen so gut wie nie überschritten werden.

SMED (Single minute exchange of die)

engl. für „Werkzeugwechsel“

SMED bedeutet auf Deutsch „Werkzeugwechsel im einstelligen Minutenbereich“ und steht für eine von Shigeo Shingo erfundene Reihe von Techniken für die Umrüstung von Produktionsmaschinen in weniger als 10 Minuten. > Rüstzeitreduzierung

Standardarbeit

Die Standardarbeit bezeichnet die festgelegte Abfolge von Arbeitsschritten, die ein Mitarbeiter innerhalb der > Taktzeit ausführt.

Standardarbeitskombinationsblatt

Das Standardarbeitskombinationsblatt ist ein Dokument, das die Abfolge der Produktionsschritte für einen oder mehrere Mitarbeiter zeigt. Es wird benutzt, um die optimale Kombination von menschlicher und maschineller Arbeit aufzuzeigen.

Standardisierung

Standards beschreiben den festgelegten Ablauf von Prozessen und Arbeitsgängen. Mithilfe der Standardisierung wird das optimale Arbeitsergebnis kontinuierlich bei gleichbleibender Qualität mit effizientem Ressourceneinsatz realisiert, unabhängig davon, wer die Leistung erbringt. Standards sind visuell erkennbar zu machen und ermöglichen dadurch, Fehler und Probleme durch eine Abweichung vom Standard frühzeitig zu erkennen. Darauf basierend werden z. B. Fehlerabstellmassnahmen entwickelt oder ein Problemlösungsprozess gestartet. Standards verhelfen zu einer schnelleren und leichteren Einarbeitung von Mitarbeitern.

Standardlayout

Das Standardlayout ist die Zeichnung einer Arbeitsstation oder -zelle, aus der hervorgeht, in welcher Reihenfolge und auf welchen Wegen die Standardarbeit ausgeführt werden soll.

Supermarkt

Mit Supermarkt bezeichnet man ein Instrument zur selbstständigen Produktionssteuerung. In einem Supermarkt sind alle Waren an einem definierten Platz zu finden und entsprechend griffgünstig angeordnet; der Lagerbestand ist begrenzt; was entnommen wird, wird wieder aufgefüllt.